Ich bin Lina, die Gründerin dieses Ateliers. Da ich meine Privatsphäre schützen und anonym bleiben möchte, sind die Bilder in dieser Rubrik KI-generiert. Meine Geschichte, meine Kunst und sämtliche Fotografien meiner Werke stammen jedoch von mir – einem zu 100 % echten Menschen.
In meinem Atelier entstehen hauptsächlich Linoldrucke. Vom Entwurf bis zum Endprodukt ist jedes Werk vollständig handgemacht. Das Ergebnis: einzigartige, nicht wiederholbare Drucke in limitierter Auflage.
Auf dieser Seite erfahren Sie, warum mir der Linoldruck besonders am Herzen liegt – und wie dieser genau entsteht.
Was ist Linoldruck?
Linoldruck (auch Linolschnitt) ist ein handwerkliches Hochdruckverfahren. Ein Motiv wird in eine Linolplatte geschnitzt; die ausgehobenen Bereiche drucken nicht, die erhabenen Flächen nehmen Farbe an. Die eingefärbte Platte wird anschliessend auf Papier oder Stoff gedruckt (von Hand mit einem Baren oder mit einer Presse), sodass das Druckbild entsteht.
Jeder Arbeitsablauf ist etwas anders. Im folgenden beschreibe ich meinen in vier Schritten.

Entwerfen
Ich entwickle ein Motiv für den Druck. Das umfasst umfangreiche Skizzen auf dem iPad, bis die Komposition steht. Ich nutze hierfür die App Procreate, die als Einmalkauf erhältlich ist.

Übertragen & Schnitzen
Die Skizze drucke ich mit einem herkömmlichen Drucker aus, um das Format zu überprüfen. Nach letzten Anpassungen, drucke ich diese auf Transferpapier und übertrage sie auf die Linolplatte. Mit Linolschnittmessern schnitze ich die nicht druckenden Bereiche aus.

Einfärben
Mit einer Farbwalze trage ich die Druckfarbe auf die Platte auf. Für mehrfarbige Auflagen nutze ich die Technik des Reduktionsdruckes und wiederhole das Schnitzen und Einfärben für jede Farbe auf derselben Platte.

Ich lege das gewählte Trägermaterial auf den Boden der Linolpresse und drehe an der Walze, die gleichmässig Druck ausübt. Feine Details bearbeite ich zusätzlich mit einem Falzbein. Zum Schluss hebe ich die Linolplatte ab und sehe mein Endresultat.
Warum Linoldruck?
An einem Linoldruck arbeiten bedeutet für mich Ruhe. Es hilft mir, den Kopf frei zu bekommen und mich ganz auf einen Moment zu konzentrieren. Es geht mir nicht nur um das fertige Bild – es ist der ganze Prozess, der mich erfüllt.
Meine erste Begegnung mit dem Linoldruck liegt lange zurück: im Kunstunterricht der Grundschule. Schon damals wuchs mir der Prozess ans Herz. Jahre später durfte ich bei meiner Tante in den Ferien wieder damit arbeiten und war genauso fasziniert. Fast zehn Jahre später, schon lange von Zuhause ausgezogen, nahm ich das Hobby wieder auf. Nachdem ich von einer Studio-Wohnung in eine grössere gezogen war, suchte ich etwas um meine Wände zu schmücken. Nach langem grübeln, kam ich zum Schluss, dass schwarz-weisse Linoldrucke am besten aussehen würden und machte mich auf den Weg zum Bastelladen. Die ersten Schnitte und Drucke ergaben nichts gutes, doch ich liess nicht los, bis ich etwas in den Händen hielt, mit dem ich zufrieden war. Heute habe ich ein wunderschönes Wohnzimmer und möchte meine Kunst mit anderen teilen.
Im Linoldruck baut jeder Schritt auf dem vorherigen auf; ist der Schnitt einmal gesetzt, gibt es kein Zurück. Genau darin liegt seine Schönheit – jedes Blatt ist ein Unikat, nie exakt wiederholbar.
Wer einen meiner Drucke aufhängt, holt mehr als ein Bild in den Raum: ein Stück Klarheit, Ausdauer und die stille Freude am Erschaffen.